Ich bin übrigens nicht perfekt und ich arbeite auch nicht daran!

  • Hat sich euer gesundheitliches Wohlbefinden in den letzten Monaten oder Jahren verändert?
  • Wie schätzt eure engste Umgebung euer Befinden ein?
  • Seid ihr mit eurer beruflichen Leistung zufrieden oder möchtet ihr immer mehr?
  • Gibt es einen Feierabend, oder arbeitet ihr auch am Abend und am Wochenende weiter?
Ein Burn-out oder eine Erschöpfungsdepression? Das kann mir nicht passieren …

Doch, es kann! Es gibt zwar Faktoren, die das Risiko erhöhen oder senken, aber eine Kontrolle über unsere psychische Gesundheit haben wir nicht. Genauso wenig wie bei körperlichen Krankheiten. Fakt ist, dass in der Schweiz jede zweite Person im Laufe ihres Lebens psychisch erkrankt; jede vierte Person wird dabei in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sein. Und es kann jede und jeden treffen. Der häufigste Satz von Menschen mit einer seelischen Erkrankung: „Ich hätte nie gedacht, dass mir das passiert.“

Weil psychische Erkrankungen jeden treffen können und weil sie nach wie vor tabuisiert werden, machen sie uns Angst. Deshalb ist so wichtig, Bescheid zu wissen und die Dinge anzusprechen – nicht nur privat, sondern auch bei der Arbeit.

Aus eigener Erfahrung im Zusammenhang mit Burnout / Erschöpfungsdepression …

weiss ich, wie wichtig es ist bei Alarmsignalen frühzeitig zu reagieren. Je früher man/frau reagiert, desto grösser ist die Chance, dass sich die Abwärtsspirale stoppen lässt. Zudem erfuhr ich am eigenen Leib, wie schwierig es ist eine gute professionelle Hilfe zu finden. Gute psychologische Therapeuten sind oft auf Monate hinaus ausgebucht. So kam es, dass mein Körper und meine Psyche mich zu einer Notbremsung zwangen.

„Ein Problem im Lehrberuf ist, dass man nie fertig ist.“

Ihr könnt eine Unterrichtsstunde immer noch besser vorbereiten, einen Ausflug noch attraktiver gestalten, jedes Jahr weitere zusätzliche Projekte übernehmen und bei einem Problemfall noch mehr Elterngespräche führen. Eine Schwierigkeit dabei ist, sich im richtigen Moment von übermässigen Ansprüchen abzugrenzen – „ich bin übrigens nicht perfekt und ich arbeite auch nicht daran“. Aus der Forschung ist bekannt, dass viele Lehrpersonen sehr idealistische, zum Teil überhöhte Ziele verfolgen und sich im Beruf zu stark verausgaben.

Ob eine Lehrperson in eine Überlastungssituation gerät, hängt wenig von ihrem Alter und ihrer Erfahrung ab. Zwar wachsen mit der Zeit das Handlungsrepertoire und die Selbstmanagements Strategien, doch treten in den oft sehr langen Berufsbiographien immer neue Herausforderungen auf. So kann eine gestandene Lehrperson durch die Betreuung der eigenen Eltern oder einer persönlichen Krise ihren Beruf plötzlich als sehr belastend empfinden oder durch neue Reformen ihre Sicherheit verlieren.

Was kann ich für mich selbst tun?

Installiert euer eigenes Frühwarnsystem und nehmt euch regelmässig Zeit für euch selbst. Stellt euch von Zeit zu Zeit die Frage „Wie geht es mir?“ und gebt euch eine ehrliche Antwort. Zur besseren Selbsteinschätzung kann euch ein Selbsttest nützlich sein.

Was kann ich für andere tun?

Burnout-Betroffene nehmen die Symptome oft zu lange nicht ernst oder verschweigen sie aus Scham oder Angst, am Arbeitsplatz als nicht mehr belastbar zu gelten.

Ihr könnt dazu beitragen, dass der Umgang mit psychischen Belastungen so selbstverständlich wird wie derjenige mit körperlichen Krankheiten.

Ein einfaches, ehrlich interessiertes, zugewandtes „ Wie geht es dir?“ ist ein guter erster Schritt. Vorausgesetzt, es ist Zeit da, um zuzuhören oder zu erzählen. Weitere Möglichkeiten in ein Gespräch einzusteigen, findet ihr auf der Website www.wie-gehts-dir.ch.

Noch immer investieren viele Schulen zu wenig in die Prävention und in die Betreuung der Betroffenen.

Diese Angebote helfen:

Erfahrungsgemäss übernehmen die Schulen die Kosten für ein ZRM®-Coaching und ZRM®-Kurs, da es z.B. im Zusammenhang mit disziplinarischen Themen, der Auftrittskompetenz, sozialen Konflikten und einem gesunden Umgang mit sich selber sowie der Burnout-Prophylaxe eingesetzt wird und wirkt.

Coaching ist 1:1 Weiterbildung und kann im neuen Berufsauftrag angerechnet werden.

Weitere Informationen zur ZRM®-Methode findet ihr hier.

Ich freue mich, unsere Ressourcen-Tankstelle telefonisch näher zu erklären oder euch in einem nächsten ZRM®-Kurs oder Einzelcoaching begrüssen zu dürfen!

Eure Bea Wüthrich, ABCoaching

Zurück zur Blogübersicht

Deine Meinung interessiert mich!